Das Volk der Rasutga

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Morgaine Sionnach
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Das Volk der Rasutga

Beitrag von Morgaine Sionnach » 15.09.2013, 19:31

Die Rasutga

((von Morgaine. Playbar))

Legende

Einst war ein Elb, bewandert in vielerlei Künsten, mit einem Verstand, scharf wie Elbenklingen und einem Geist wie das Feuer.
Man nannte ihn Sindon, wie es ihm von seiner Mutter gegeben war, doch viele gaben ihm noch andere Namen, die heute längst vergessen sind.
Lange Zeit lehrte er an der Universität von Matyrax die Wissenschaft der Magie, doch eines Tages verschwand er spurlos und sein Haus konnte von keinem lebendigen Wesen mehr betreten werden. Die wildesten Gerüchte rankten sich um sein Verschwinden, manche munkelten sogar, Sindon habe einen Pakt mit der Dunkelheit geschlossen und sein tief eingetaucht in die schwarze Magie.

Und wie es schien, lagen sie näher an der Wahrheit, als manch einer zu glauben wagte. Tief unten in der Erde erschuf Sindon seine eigene Kreation – die Rasutga. Wie er es geschafft haben mag, weiß niemand, und viele flüstern von Nekromantie, Experimenten des Wahnsinns oder sogar dem personifizierten Bösen.
Doch sie existieren, Sindons Kinder, humanoide Wesen mit dunkler Haut und stechenden, rot-schwarzen Augen. Vereinzelte Schuppen in sämtlichen Rottönen überziehen ihre Haut, doch kein einziges Haar ziert ihren Körper. Dunkel ist ihr Gemüt und feurig ihre Seele.
Sindon hatte etwas geschaffen, zu wild, zu unbändig, zu frei, um es jemals zu beherrschen. Später sagten manche, die Rasutga seien ein Spiegel seiner eigenen Seele. Was aus Sindon wurde, ist schon lange vergessen, und selbst die Legenden der Rasutga sind in diesem Punkt verschwommen.
Seine Kinder jedoch kamen eines Tages an die Oberfläche und wanderten von da an durch die Wälder und über die Berge Gwîndôrs, geführt von dem Drang nach Freiheit und dem Wunsch nach Wissen.


Dies ist die Legende, wie sie seit Generationen von den Rasutga selbst überliefert wird.
Sie scheint sich mit den Erzählungen der Bewohner von Matyrax vermischt zu haben, von denen höchstwahrscheinlich der Anfang der Legende stammt. Diese hörten jedoch seit Sindons Verschwinden nichts mehr von ihm, ausgenommen durch die Legenden der Rasutga.

Merkmale

Die Rasutga haben dunkelbraune bis schwarze Haut, auf der rote Schuppen wachsen. Wie viele und in welchem Rotton ist unterschiedlich. Manche der Rasutga können mit einigem Training ihre Schuppen über den gesamten Körper ausbreiten, sie aber auch auf gleiche Art wieder verschwinden lassen. Haare haben sie keine.
Ansonsten ähnelt ihre Statur der der Elben, hochgewachsen, elegant und schlank. Es ist anzunehmen, dass Sindon sich in diesem Punkt selbst zum Vorbild nahm.

Verhalten

Moral ist ihnen nicht fremd, doch ihre Freiheit ist ihnen wichtiger als jegliche Moral und auch andere Ziele verfolgen sie meist skrupellos. Ihre Interessen sind sehr unterschiedlich, doch die meisten Rasutga erwählen sich eine einzige Leidenschaft, die sie dafür mit absoluter Hingabe verfolgen.
Oft leben sie in losen Familienverbänden, sind jedoch auch nicht selten alleine anzutreffen. Anderen Völker gegenüber sind sie eher neutral, doch zwischen ihnen und den Elben besteht seit langer Zeit ein unterschwelliges Misstrauen.

Kultur

Einen eigenen Glauben haben sie nie entwickelt, was vermutlich an ihrer doch recht unromantischen Entstehung liegt. Sie wussten stets, woher sie gekommen waren, und kein Gott und keine Göttin spielte in dieser Geschichte eine Rolle. Jedoch nehmen immer wieder Rasutga den Glauben anderer Völker an.

Mit der Zeit haben sie trotzdem ihre eigene Kultur entwickelt. Die Geschichte ihrer Entstehung wird von Generation zu Generation weitergegeben.
Zudem feiern sie die Sonnenwenden, wobei besonders das Fest zur Wintersonnenwende seinen ganz eigenen Zauber hat.
Bereits zu Beginn des Abends liegen zwei Rasutga regungslos nebeneinander auf einer freien Fläche. Doch dann, wenn die Nacht am schwärzten ist erwachen überall auf ihren Körpern kleine Flammen zum Leben. Sie sind Tänzer, Akrobaten. Gemeinsam vollführen sie einen einmaligen Tanz, Symbol für den Triumph des Tages über die Nacht.
Es ist ein Trick dahinter, der die Illusion des Feuers erzeugt, doch noch ist niemand, der nicht zu den Rasutga gehört, dahinter gekommen.

Weibliche Rasutga werden auch als Je'Rasutga bezeichnet, männliche als Ka'Rasutga.
Ihre Gesellschaft lebt überwiegend Polygam, auch wenn immer wieder Ausnahmen die Regel bestätigen.
Seit ihr Volk im Zeitalter des Chaos nahe der Vernichtung war, kümmern sich alle Mitglieder einer Gemeinschaft von Rasutga zusammen um ihren Nachwuchs. Eine solche Gemeinschaft besteht meist aus ungefähr zwei dutzend Rasutga, doch sie scheinen zur Zeit immer kleiner zu werden. Selten sind sie wirklich sesshaft, viele ziehen ständig umher oder bleiben nur wenige Jahre an einem Ort.
Trotz dieser Lebensart existieren einige wenige Plätze, zu denen die Rasutga immer wieder zurückkehren. Zu den Sonnenwendfeiern kommen viele dorthin und in Zeiten der Gefahr werden auch Versammlungen dort abgehalten.

Eine Regierung oder ähnliches haben die Rasutga nicht. Offiziell nehmen sie die Gesetze des Gebietes an, in dem sie sich gerade befinden, auch wenn einige von ihnen dazu neigen, auch diese zu ignorieren. Nur wenn Gefahr für ihr Volk droht, versammeln sich die Vertreter der Gemeinschaften. Doch dies war schon lange nicht mehr nötig, weshalb es auch keine genaueren Regelungen gibt.
Seit dem Beginn des Zeitalters der Zwerge sind die Rasutga beständig gewachsen, auch wenn sie noch immer ein verhältnismäßig kleines Volk sind. Ihre Zahl liegt bei vielleicht hunderttausend.

Stärken

Ihre große Stärke ist ihr scharfer Verstand und – was kaum jemand weiß – ihre Fähigkeiten in den Gebieten der Geistmagie. Mit der Zeit entwickelten sie ein Netzwerk, dass alle Rasutga miteinander verbindet und es ihnen ermöglicht, auch über große Entfernungen hinweg zu Kommunizieren.
Sie alle weisen die gleichen geschickten Finger auf, mit denen sie erstaunliche Dinge vollbringen können, seien sie handwerklicher oder eher künstlerischer Natur.

Schwächen

Kein Rasutga wurde je sehr alt. Es heißt, ihr inneres Feuer würde sie verzehren. Der älteste Rasutga, von dem je gehört wurde, erreichte ein Alter von 42 Jahren. Entsprechend gilt ein Rasutga bereits mit 14 Jahren als erwachsen.

Fortpflanzung

Rasutga pflanzen sich ähnlich wie Menschen oder Elben fort. Die Schwangerschaft ist jedoch verkürzt auf sechs Monate.
Vermischungen mit anderen Völkern sind möglich, jedoch können je nach Volk gewisse Komplikationen auftreten, ebenso kann sich die Schwangerschaft verlängern. Sie passt sich an die Art des Kindes an.

Elben: In diesem Falle entstehen die wenigsten Schwierigkeiten. Das Kind ist eine Mischung aus Elb und Rasutga, die sehr unterschiedlich gepolt sein kann. Es sollte ausgewürfelt werden, in wie weit das Kind mehr Elb oder mehr Rasutga ist, bestenfalls mit einem siebenseitigen Würfel. Eine 1 für vollkommen elbisch, während bei einer 7 nur Rasutga-Gene durchkommen.

Orks: Eine Verbindung mit Orks funktioniert überraschend gut, auch wenn sie aus verschiedenen Gründen recht selten ist. Tatsächlich gelten für sie die gleichen Regeln wie für eine Mischung aus Elb und Rasutga.

Menschen: Auch hier glückt die Schwangerschaft normalerweise, jedoch können entweder die Gene der Rasutga oder die der Menschen hervorkommen. Welches der Fall ist, muss ausgewürfelt werden. Ein zweiseitiger Würfel sollte genügen, wobei die 1 für ein menschliches Kind steht, die 2 für ein Kind der Rasutga.

Callula: Hier kommt noch hinzu, dass es auch von Seiten der Callula Komplikationen gibt. Zunächst sollten diese geprüft werden. Verläuft die Schwangerschaft gut, muss wie bei den Menschen gewürfelt werden, welcher Art das Kind letztendlich angehören wird.

Werwölfe: In diesem Fall handelt es sich bei dem Kind um einen Rasutga. Häufig kommen gewisse Eigenschaften der Werwölfe noch durch, vor allem geschärfte Sinne und eine starke Verbindung zur Natur.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass solche Kinder gemeinsam mit einem Werwolf Kinder zeugen können, die ihrerseits Werwölfe sind. Doch auch hier liegt die Wahrscheinlichkeit dafür nur bei 50%. Das Aussehen dieser Nachkommen ist das eines Rasutga, doch ihre Wolfsformen unterscheiden sich kaum von den anderer Werwölfe.

Zwerge: Es scheint, dass einige der Rasutga gewisse Experimente in diese Richtung durchgeführt haben. Ihre Ergebnisse zeigten, dass von einer solchen Verbindung dringend abgeraten wird. In den seltenen Fällen, in denen es überhaupt zu einer Schwangerschaft kam, starb das Kind bereits im Mutterleib oder, in einem Fall, kurz nach der Geburt.

Zeitliche Einordnung: Zeitalter des Erwachens
Dateianhänge
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Zuletzt geändert von Morgaine Sionnach am 21.09.2013, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Leben soll kein uns gegebener, sondern ein von uns gemachter Roman sein.

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Re: Das Volk der Rasutga

Beitrag von Morgaine Sionnach » 15.09.2013, 20:21

Und für alle, die es im Wiki bewundern wollen ... ;)
http://dolmorgul.de/wiki/index.php?title=Rasutga
Alle Klarheiten beseitigt? Dann ist ja gut.
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